Frau Morgenstern


Sonntag

22

Juli 2018

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Sanfter Tourismus. Schon mal gehört?

Geschrieben von , Gepostet in Lifestyle, Slow Fashion

Stelle Dir mal vor, Du machst einen Erholungsurlaub und kommst als ein besserer Mensch wieder zurück. Es geht ganz einfach. Auf meiner diesjährigen Reise nach Griechenland habe ich auf ein paar Kleinigkeiten mehr Acht gegeben als sonst und damit mein Karma aufpoliert!

Den Koffer durchdacht packen: nur soviel, wie wirklich nötig ist. Denn je schwerer ein Koffer ist, desto mehr CO2 fällt an. Also keine 10 Paar Schuhe, die jeweils zu einem bestimmten Outfit passen sollten. Ein sanfter Tourist braucht nicht viel: ein Paar nudefarbene Stillettos (passen zu jedem Outfit), Chucks und Flip Flops. Meine Kleiderauswahl war wahnsinnig nachhaltig: ein paar vintage Teile, zwei Hotpants (abgeschnittene alte Jeans) und mein aktuelles Lieblingshirt von iki-m, das ich im Urlaub fast zu Tode getragen habe. Das Konzept der „green mantality“ dieser Marke aus München spricht mir wie aus der Seele. Schaut Euch unbedingt auf der Seite um. Ein weiterer Vorteil, nicht übermäßig viel mitzunehmen, ist die Tatsache, dass man anschließend weniger waschen und bügeln muss.

Auf Strohhalme verzichten! Ich sehe überhaupt keinen Grund, sie zu benutzen. Es fällt mir auch kein Getränk ein, das man nicht einfach ohne genießen könnte. Na gut, eventuell ein Cocktail wie Mojito… für solche Fälle würde ich meinen eigenen Strohhalm (Papier, Edelstahl, Glas) mitnehmen. Lächerlich? Na ja, mittlerweile nimmt ja fast jeder eine eigene Tüte zum Einkaufen?! Oder?

Keine Plastikflaschen! Ich habe eine coole Glasflasche mit in den Urlaub genommen und habe sie dann an der Bar im Hotel oder der Strandbar immer wieder auffühlen lassen. Ja, es geht. Man soll es einfach richtig kommunizieren und erklären, dass man sich auf einer „ich-versuche-nur-die-Welt-zu-retten-Mission“ befindet. Am Ende genießt man noch einen Heiligen-Status! Probiert es einfach aus!

Sport treiben und gleichzeitig was für die Umwelt tun! Schon mal von Plogging gehört? Plogging setzt sich aus den Worten „Jogging“ und „Plocka“ zusammen. „Plocka“ ist schwedisch und bedeutet so viel wie „Aufräumen“. Die Schweden haben nämlich den umweltfreundlichsten Sport ausgedacht: Mann geht joggen, nimmt eine Mülltüte mit und räumt den Planeten auf. Der gute Nebeneffekt dieses Workouts sind nicht nur ein knackiger Po und straffe Beine, sondern auch gestärkte Rumpfmuskeln. Denn durch das ständige Bücken und Aufheben werden viele Muskeln angespannt, die sich beim Joggen ohne Müllsammeln im Ruhemodus befinden. Das habe ich tatsächlich jeden Morgen während meines gesamten Urlaubs gemacht. Es ein wahnsinnig gutes Gefühl zu sehen, was letztendlich dank mir nicht im Meer gelandet ist. Ein Mal habe ich meine Kamera mitgenommen, um es festzuhalten. Die Tüte habe ich innerhalb von 300 Meter voll gekriegt. Die Variation der gefundenen Strohhalme war dabei einfach nur grandios! Aber die Bilder sprechen ja für sich…

So „sanft“ reisen kann echt jeder. Findet Ihr nicht auch?

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