Frau Morgenstern


Donnerstag

24

Mai 2018

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Ist Organic Cotton eine gute Sache?

Geschrieben von , Gepostet in Slow Fashion

Beim Lebensmitteleinkauf frage ich mich oft, ob es tatsächlich noch Menschen gibt, die die „Nicht-Bio-Eier“ kaufen…Das Thema Tierhaltung wird so ausführlich diskutiert, dass ich es mir kaum vorstellen kann, wie man einfach so drüber hinweg schauen kann, nur weil die armen Käfig-Hühner billigere Eier geben…

Auch die Modeindustrie bietet uns seit einer Weile eine gesunde Alternative zum Drüberziehen an: die Bio-Baumwolle oder auf  Neudeutsch – Organic Cotton – sieht man immer öfter. Was steckt eigentlich dahinter? Ist diese Art der Baumwolle tatsächlich besser?

Puhhh, wo fange ich an? Als erstes (so, zum Vergleich): Um ein herkömmliches Baumwoll-T-Shirt herzustellen, werden über 2.500 Liter Wasser verbraucht. Eine Menge Wasser, wenn man bedenkt, dass Baumwolle häufig in wasserarmen Gegenden angebaut wird und mittlerweile mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung unter Wasserknappheit leidet. Natürlich braucht auch  Bio-Baumwolle viel Wasser zum wachsen, sie wird allerdings mit über 80% durch Regenwasser versorgt. Ein Punkt für die Bio-Baumwolle!

Im Anbau und bei der Weiterverarbeitung von Bio-Baumwolle werden keine giftigen Chemikalien eingesetzt. Dieser Verzicht bedeutet, dass das Grundwasser sauber bleibt und die Farmer und andere Arbeiter, die mit der Baumwolle im Kontakt kommen, nicht gefährdet werden. Bio-Baumwolle fördert also sichere Arbeitsbedingungen und eine bessere Lebensgrundlage. Noch ein Punkt für die Bio-Baumwolle!

Bio-Baumwolle ist nachhaltig. Da sie aus gesunden, genetisch unveränderten Baumwollsamen wächst, kann sie durchaus in unsere Ernährung einbezogen werden. Das Öl der Samen kann dabei sowohl für uns Menschen als auch in der Viehzucht Verwendung finden. Das Nebenprodukt wird also weiterverarbeitet. Noch ein Punkt!

Die Kleidung aus Bio-Baumwolle gibt es auch „in cool“! Auch wenn mein Kleiderschrank zu 90 % aus Vintage-Stücken besteht, bei T-Shirts mache ich meistens eine Ausnahme. Ausgefallene Band-T-Shirts finde ich oft in Vintage-Läden, coole Statement-T-Shirts dagegen eher selten. Eine gute Nachricht ist: die Shirts aus Organic Cotton sind nicht wesentlich teuer und die Auswahl ist riesig. Auf Esprit habe ich zum Beispiel aktuell ein blaues „NOT SORRY“-Shirt aus Bio-Baumwolle entdeckt (hier), das mir nicht mehr aus dem Kopf geht. Wie findet Ihr das?

Obwohl einiges für Bio-Baumwolle spricht, wird sie noch in sehr geringem Umfang angebaut: ihr Anteil liegt weltweit bei unter 1%. Es liegt wohl an uns, das Bewusstsein dafür zu stärken. Wie wäre es damit, das nächste T-Shirt einfach mal bio zu kaufen und ein richtig gutes Gewissen zu genießen? Denn Organic Cotton ist echt eine gute Sache!

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