Frau Morgenstern


Freitag

11

August 2017

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Alte Schätze und ein Kellerfund

Geschrieben von , Gepostet in Anywhere, Slow Fashion

Alles was ich kaufe, ist immer eine sehr gut überlegte Angelegenheit oder eben Liebe auf den ersten Blick. Fast hinter jedem Teilchen steckt eine Geschichte, die es mir schwer macht, mich davon zu trennen. Hach, ich bin ja auch so sentimental. Also sammle ich, und sammle, und sammle bis sich die Kleiderbügel biegen oder unter der ganzen Textillast sogar brechen. Das ist der Augenblick, an dem ich verzweifelt vor meinen Klamotten stehe und eine Entscheidung treffen muss: was soll weg?!

Es gibt ja diese allgemein bekannte These der Stylingberater: alles, was man ein Jahr lang nicht getragen hat, kann weg! Das funktioniert bei mir überhaupt nicht. Ich trage meine Kleidungsstücke Jahrzehnte, halt nicht durchgehend aber ich krame sie immer wieder hervor. Am Schlimmsten ist es, wenn man tatsächlich Abschied von den Stücken, die man vermeintlich nicht mehr anziehen würde, nehmen muss und genau eine Woche später braucht man sie wieder, weil sie doch so hervorragend zu einem neuen Teilchen passen würden. Ich ärgere mich da immer fürchterlich! Passiert Euch das auch?

Um meine Garderobe etwas übersichtlicher zu gestalten, habe ich für mich ein Kistensystem entwickelt. Es gibt ein paar Kisten, die ich in unterschiedliche Sparten untergliedert habe:

Hoffnungsträger-Kiste: Kiste für die zu kleinen Sachen, bei denen ich doch noch eine leise Hoffnung habe, sie eines Tages anziehen zu können.

Klassiker-Kiste: hier werden eben Evergreens aufbewahrt, die man zu selten anzieht, allerdings zu viel vom begehrten Platz in der Ankleide für sich beanspruchen.

Ich-hab-es-satt-Kiste: hier landen Kleidungsstücke, die ich bis zum Erbrechen getragen habe und nicht mehr sehen möchte.

Es gibt noch eine Kiste, in der ich mir zu groß gewordene Teile aufbewahre. Bei mir geht es nämlich ganz schön schnell mit „rauf und runter“!

Wenn die aussortierten Sachen in den Kisten verschwinden und dann irgendwann mal wieder auftauchen, entstehen meistens schöne Kombos, weil man die Sachen plötzlich ganz anders sieht und kombiniert. Das Outfit habe ich eben aus diesen besagten Kisten zusammengestellt: Das Streifenoberteil ist aus der Klassiker-Kiste. Die Hose ist mir zu groß aber man kann ja den Gürtel etwas fester ziehen. Die Korbtasche habe ich noch in letzter Sekunde aus dem Keller geholt, sie von den Spinnweben befreit und über die Schulter geworfen.

Was absolut wichtig ist, ist immer genauestens zu wissen, wo man diese Kisten deponiert!

Was macht Ihr eigentlich mit dem Kleider-Balast?

2 Kommentare

  1. Stefanie Kreutz
  2. alex dainel

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