Frau Morgenstern


Freitag

26

Mai 2017

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Vintagekleid von Jean Paul Gaultier

Geschrieben von , Gepostet in Anywhere, Slow Fashion

Vor 23 Jahren, als Tattooträger und Körperschmuckliebhaber noch als Affront von der feinen Modegesellschaft gewertet wurden, widmete der grandiose Designer Jean Paul Gaultier (das Enfant terrible der Haute Couture) seine gesamte Frühlings-Kollektion der Körpermalerei. Die Präsentation der Les Tatouages-Kollektion war kein gewöhnlicher Catwalk-Lauf. Es war mehr eine ausgelassene Parade von Models, total schrägen Party-Menschen und Musen des Designers. An den Gesichtern von „Tatoués et percés“ (die Tätowierten und die Gepiercten) baumelten so viele Ketten und Ringe wie sonst am Haupt einer indischen Braut. Ihre Kleider, Röcke und Tops waren mit bunten Naturmotiven und ethnischen Mustern bedruckt. Der Körper wurde zur Leinwand für die Lebenswelten der „Freaks“ und die Bildsprache fremder Kulturen. Diese Thematik fand in der damaligen Pariser Prêt-à-porter-Szene noch wenig Platz. Die Kollektion fand trotzdem sehr viel Zuspruch und machte Tattoo-Muster zum Markenzeichen von Gaultier. Sie offenbarte regelrecht den offenen und wachen Geist des Designers, der sein Modeglück auf den Straßen der Welt sucht und findet.

Was bin ich eigentlich für ein Glückspilz: Meine Kleidersammlung beheimatet ein schönes Kleid aus dieser Kollektion und ist eigentlich viel mehr als nur ein Kleidungsstück. Die Einmaligkeit dieser Kollektion machte es sogar zur Geldanlage. Also falls ich irgendwann mal Hunger leiden sollte, habe ich Reserven in meinem Kleiderschrank, die ich vergolden könnte…

Was sagt Ihr zum Kleid?

2 Kommentare

  1. jordan

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