Frau Morgenstern


Montag

14

September 2015

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Meer geht immer

Geschrieben von , Gepostet in Reisen

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Mein Familien-Jahresurlaub ist irgendwie immer eine spontane Sache. Aus vielen Gründen folgt jedes Jahr eine Entscheidung mit anschließender Buchung innerhalb von 5-10 Minuten. Und noch nie waren wir in unserer Spontanität enttäuscht. Es liegt wohl daran, dass wir keine bestimmten Erwartungen haben können, da der Buchungs-Akt an sich schlichtweg zu schnell über die Bühne geht.

Von Schwärmereien unserer Freunde angeturnt, flogen wir diesen Sommer nach Kroatien. Ein kleines Örtchen namens Novi Vinodolski hat uns mit einem schönen Hotel „The View“ gelockt und herzlich in Empfang genommen. Und was soll ich sagen: BINGO! Das Hotel entsprach total meinem Geschmack: viel Glas, viel weiß, minimalistisch eingerichtet, edel und gleichzeitig nicht versnobt. Wie angenehm und schön der Aufenthalt im Hotel auch war, am und im Meer gefiel es mir doch wesentlich besser. Das Wasser war klar und türkisfarben. Beim Schnorcheln hatte man fast das Gefühl, dass man immer schwereloser wird und mit den Fischen eine Art Unterwassersymbiose bildet. Ich fühle mich allgemein sehr wohl im Wasser: so unbeschwert und frei, so weit weg vom Alltagsstress. Im Wasser werde ich nicht von unendlichen Gedanken verfolgt, im Wasser lassen sie mich in Ruhe…Und eigentlich wollte ich da gar nicht erst raus, nur ich hatte mir fest vorgenommen, zwei Bücher innerhalb von einer Woche zu lesen. Der allgemein bekannte Urlaubstress halt! Beide Bücher waren einfach nur großartig: der Kultroman von Wolfgang Herrndorf namens „Tschick“, der jetzt von Fatih Akin verfilmt wird und im September 2016 in unsere Kinos kommt, und eine sehr schwere Lektüre von Herman Koch über unendliche und verheerende Elternliebe, Moral und Sterneküche. Der Roman heißt „Angerichtet“ und haut einen einfach weg! Beide Bücher sind sehr empfehlenswert.
Das„The View“-Restaurant hatte eine recht gute Küche, nicht hervorragend aber gut…na ja, so gut, dass ich in einer Woche zwei Kilo mehr auf den Rippen hatte. Das lag aber natürlich hauptsächlich an den Dessert-Unmengen, die ich mir jeden Abend gegönnt habe…dieser verdammte Süßkram macht es für mich irgendwie unmöglich, die Kurve zu kriegen…

In der knappen Zeit konnte ich leider nicht so viele Kroatien-Eindrücke sammeln. Aber allein das Bild der Pinienbaume, die fast am Wasser wachsen und deren wunderbarer frischer und besonderer Duft, der sich mit einer Meeresbrise vermischt und so herrlich die Riechkolben verwöhnt, macht einfach Lust wiederzukommen. Und hey, das Tollste ist: man fliegt nur eine Stunde!

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