Frau Morgenstern


Donnerstag

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Juni 2017

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Von Selbstliebe

Geschrieben von , Gepostet in Lifestyle, Naturkosmetik

Wie oft passiert es Euch, dass Ihr nackt vor dem Spiegel steht und dabei das eigene Spiegelbild liebe- und achtungsvoll betrachtet?  Es passiert Euch tatsächlich? Ich gratuliere, dann gehört Ihr tatsächlich zu den 10% deutscher Frauen, die mit ihrem Aussehen zufrieden sind. Ich bin eine von den restlichen 90%, die allerdings seit einer Weile versucht, die Unvollkommenheit der Außenhülle zu akzeptieren.

Für die Zufriedenheit mit unserem Körper sind wir ganz allein zuständig. Andere Menschen schaffen es gar nicht, uns das Gefühl zu geben, in Ordnung zu sein, wenn man sich selbst ablehnt. Mit derartigen Komplimenten meines Mannes -„Ich liebe dein süßes rundes Bäuchlein“ – konnte ich überhaupt nicht umgehen. Solche Komplimente prallten an mir regelrecht ab. Ich konnte es nicht nachvollziehen, dass ein nicht Super-Duper-Fester-Sixpack-Bauch süß und liebenswert sein könnte. Beim Blick in den Spiegel sah ich früher erstmal zwanghaft meine Makel. Die Messlatte habe ich mir natürlich selbst auferlegt: das Nichtperfekte gehörte nicht dazu. Ich war eine ganze Weile chronisch unzufrieden bis ich endlich festgestellt habe, wie unverschämt ich eigentlich bin. Der Körper, der einwandfrei funktioniert, meine Sünden ausbadet, mich nie im Stich lässt, meinen zwei Kindern das Leben geschenkt hat, wird von mir so respektlos behandelt.

Kurzum hatte ich beschlossen, mich selbst mehr zu lieben und meinem Körper etwas mehr Dankbarkeit zu zeigen.

Zu diesem Zeitpunkt entdeckte ich für mich die Welt der Naturkosmetik und habe festegestellt, wie gut sie mir tut. Es mag vielleicht abgedroschen klingen aber die Tatsache, dass meine Haut keine Chemie in Form von herkömmlicher Kosmetik mehr absorbieren wird, hat mir ein wahnsinnig gutes Gefühl gegeben. Seitdem pflege ich meine Haut viel bewusster.  Ich finde auch, dass das tägliche Einkremen viel mehr zelebriert werden sollte. Unsere Haut – das größte Organ – verdient es wirklich, mehr geachtet und verwöhnt zu werden. Mein neuer Liebling ist ein Körperbalsam von Dr. Hauschka. Er duftet fein nach Rosen, hat eine sahnige Konsistenz, zieht sehr schnell ein und macht die Haut samtweich. Rosenwachs, ätherisches Rosenöl sowie kostbare Auszüge aus Wildrosenfrüchten und Rosenblüten harmonisieren die Haut. Sheabutter aus dem von Dr. Hauschka initiierten Bio-Wildsammelprojekt in Burkina Faso sorgt gemeinsam mit Mandel- und Jojobaöl für eine intensive Pflege.

Ich beschloss, dass auch mein Körper mehr Zuwendung bekommen sollte. Ich wollte wieder fit sein. Zum Glück entdeckte ich eine Sportart, die genau meinen Vorstellungen entsprach. In diesem Beitrag hatte ich über mein erstes Training geschrieben. Dank meiner Muay-Thai-Passion hat sich mein Körper ein wenig verändert: mein Bäuchlein ist weg, meine Brüste allerdings auch. Diesbezüglich bekomme ich von meinem Mann keine Komplimente. Na ja,  die Hauptsache ist doch, dass ich mit mir selbst im Reinen bin. Oder? Denn kein Körper kann vollkommen hässlich oder in seiner Schönheit vollkommen sein. Was ist schon perfekt?

Wie Ihr seht, bin ich auf dem guten Weg, dem Schönheitswahn zu entrinnen. Was ist mit Euch? Seid Ihr eigentlich auch so furchtbar selbstkritisch oder habt Ihr schon gelernt, charmant und freundlich zu sich selbst zu sein?

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