Frau Morgenstern


Sonntag

28

September 2014

2

KOMMENTARE

Wenn der Postmann zweimal klingelt

Geschrieben von , Gepostet in Lifestyle

Ich hätte nie gedacht, dass so etwas Banales wie ein Briefkasten mich so lange beschäftigen könnte…Nach der Renovierung der Fassade unseres Hauses stellte sich nämlich diese Briefkasten-Frage. Ich wollte keinen nullachtfünfzehn Briefkasten, sehr ungern umgebe ich mich allgemein mit Sachen, die keine besondere Ausstrahlung haben. Und so begab ich mich auf die Suche nach einem besonderen Empfänger meiner Post.
Die bekannte Internetsuchmaschine spukte im besten Fall Edelstahlbriefkästen aus, die sich so ähneln wie die Reihenhäuser in einer Siedlung… nichts für mich und die neue Fassade.
Ich liebe Holz! Also wollte ich mein Lieblingsmaterial an meinem Haus sehen. Und ich habe IHN gefunden, einen mit einem Preis ausgezeichneten, schlichten, fast schon cleanen Briefkasten namens „Glasnost“, was auf Russisch für Offenheit, Redefreiheit, Informationsfreiheit und Transparenz steht.
Der Hersteller des guten Stücks heißt Peter Keilbach und produziert wurde er in Baden-Württemberg.
Jetzt stehe ich wieder vor einem Problem: die Werbung in Papierform, die in Massen unseren Haushalt vermüllt. Dieser Briefkasten hat ein sehr großzügiges Fassungsvermögen. Natürlich könnte man einen Aufkleber mit „Keine Werbung“ verwenden, nur das korreliert leider nicht mit meinen ästhetischen Vorlieben.
Was soll ich tun: regelmäßig zusammenzucken, wenn ich den grässlichen Aufkleber sehe oder den Papiermüll wachsen zu lassen. Optik oder Vernunft? Was sagt Ihr?

2 Kommentare

  1. NailiaS
  2. Stefanie Kreutz

Nach oben