Frau Morgenstern


Montag

20

November 2017

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Teilen ist das neue Haben

Geschrieben von , Gepostet in Global

Der Trend zum Sharing ist allgegenwärtig und spiegelt ganz deutlich den neuen Lebensstil wieder. Ich nenne ihn den intelligenten Verzicht. Carsharing zum Beispiel findet immer mehr Befürworter, weil es eben deutlicher wird, dass man sich nicht mehr übers Auto profiliert, sondern darüber, keines zu haben. Der Besitz wird als Ballast angesehen und nicht als Bestätigung des eigenen Erfolgs.

Die Sharing-Kultur durchbricht auch unser anonymes Nebeneinander. Meine Nachbarn haben zum Beispiel eine Whats App Gruppe gegründet, deren Mitglieder hilfsbereit mal mit einer Bohrmaschine, mal mit einer Tüte Milch aushelfen. Dabei kommt man sich näher, was eigentlich eine nette Sache ist.

Dann gibt es auch Couchsurfing. Hier kann man im fremden Zuhause unterkriechen oder eben das eigene Sofa zur Verfügung stellen. Total cool finde ich Join My Meal. Auf dieser Plattform lädt man fremde Leute zum Essen ein oder setzt sich eben selbst an fremde Tische. Ich persönlich habe sehr gute Tausch-Erfahrungen mit Kleiderkreisel gemacht: neue Kleidungsstücke plus nette Kontakte.

Das Konzept des Sharings habe ich auch in meiner Familie gut integriert. Damit meine ich nicht die T-Shirts meines Mannes, die ich immer wieder annektiere…er hat ja nichts davon. Viel mehr versuche ich das Thema „Teilen“ bei meinen Jungs als „cool“ durchsetzen. Mein jüngerer Sohn und ich sind beide große Fans von Bommelmützen. Das Teilen funktioniert fast reibungslos. Schwierig wird es bei ganz neuen Exemplaren: sie sind natürlich von uns beiden heiß begehrt aber auch hier finden wir immer wieder einen Kompromiss. Mein älterer Sohn benutzt meine Kopfhörer, im Gegenzug darf ich mir seine Hoodies ausleihen.

Ein neues Tausch-Projekt betrifft aktuell unsere ganze Familie. Wir alle sind große Liebhaber von Retro-Casio-Uhren. Da wir sie eher als Accessoires einsetzten und nicht ständig am Handgelenk tragen, haben wir uns entschieden, zwei Uhren für vier Personen zu benutzen. Hier bei Christ gibt es auch eine schöne Auswahl an Casio-Uhren, sowohl Retro als auch ganz neue Modelle. Das Gute an Casio-Uhren ist der super einfach verstellbare Armreif. Das macht das Tauschen natürlich noch einfacher. Eigentlich läuft unsere Tausch-Geschichte fast reibungslos und natürlich sind es meisten unsere Kinder, die im Besitz dieser Uhren sind. Mir war eigentlich auch nur die Verinnerlichung des Grundgedankens wichtig. Dabei habe ich festgestellt, dass bei der jungen Generation der Digital Natives das Teilen sogar als besonders smart gilt.

Was haltet Ihr vom gemeinschaftlichen Konsum?

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